Hall of Fame 1960-1969

Der Motorsport hat in seinen verschiedenen Serien Persönlichkeiten und Talente hervorgebracht.
Diesen Fahrern wollen wir in unserer «Hall of Fame» Tribut zollen.

INDEX | 1950-1959 | 1960-1969 | 1970-1979 | 1980-1989 | 1990-1999 | 2000-2009 | 2010-2019

Giacomo AGOSTINI | geb. 16.06.1942 Brescia (ITA)

Giacomo Agostini (ITA) ist mit 15 gewonnen Weltmeistertiteln in den Klassen 350cm³ und 500cm³ der erfolgreichste Motorradrennfahrer. Bei insgesamt 194 Starts stand er bei 122 Rennen zuoberst auf dem Siegerpodest. In der Klasse 250cm³ startete Agostini nur an zwei Rennen und wechselte zur 350cm³-Klasse, wo er die WM-Titel 1968 bis 1974 gewann. In der Klasse bis 500cm³ feierte er 68 Siege und die Weltmeistertitel 1966 bis 1972 sowie die WM 1975. Mit den Motorradmarken MV Augusta und Yamaha belegte Agostini 159 Podestplätze in seiner Karriere.

Jack BRABHAM | geb. 02.04.1926 Hurstville (AUS); ges. 19.05.2014 in Gold Coast (AUS)

Jack Brabham (AUS/88) gewann 1959, 1960 und 1966 die Formel-1-Weltmeisterschaft. Er fuhr zwischen 1955 und 1970 für die Teams von Cooper, Maserati, Lotus und dem von ihm selbst gegründeten Brabham-Team. Insgesamt gewann er 14 Grand Prix und sicherte sich 13 Pole Positions bei 126 Starts in der Formel 1.

Jim CLARK| geb. 04.03.1936 in Kylmani (SCO); ges. 07.04.1968 in Hockenheim (GER)

Jim Clark (GBR/32) gewann 1963 und 1965 die Formel-1-Weltmeisterschaft. Er fuhr zwischen 1960 und 1968 für das Team von Lotus. Insgesamt siegte er bei 25 Grand Prix und sicherte sich 33 Pole Positions bei 72 Starts. Clark starb nach einem Unfall bei einem Formel-2-Rennen in Hockenheim. Weshalb Clarks Wagen auf einer Geraden plötzlich ausbrach und an einen Baum prallte konnte nie genau herausgefunden werden.

Graham HILL | geb. 15.02.1929 in London; ges. 29.11.1975 in London (GBR)

Graham Hill (GBR/46) gewann 1962 und 1968 die Formel-1-Weltmeisterschaft. Er fuhr zwischen 1958 und 1975 für die Teams von Lotus, BRM, Walker, Brabahm und dem von ihm selbst gegründeten Hill-Team. Insgesamt siegte er bei 14 Grand Prix und sicherte sich 13 Pole Positions bei 176 Starts. Hill ist der einzige Fahrer der den F1 GP von Monaco, das 24-Stunden-Rennen von Le Mans und das 500-Meilen-Rennen von Indianapolis gewinnen konnte. 1975 starb Hill bei einem Flugzeugabsturz in der Nähe von London.

Phil HILL | geb. 20.04.1927 in Florida; ges. 28.08.2008 in Salinas (USA)

Phil Hill (USA/81) gewann 1961 die Formel-1-Weltmeisterschaft mit Ferrari. Er fuhr zwischen 1958 und 1964 für die Teams von Maserati, Ferrari, A.T.S. und Cooper. Insgesamt siegte er bei drei Grand Prix und sicherte sich sechs Pole Positions bei 48 Starts. In den Jahren 1958, 1961 und 1962 siegte er beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans, ebenfalls mit Ferrari. Hill starb im August 2008 nach langer Parkinson-Krankheit im Spital.

Denis HULME | geb. 18.06.1926 in Nelson (NZL); ges. 04.10.1992 in Bathurst (AUS)

Denis Hulme (NZL/56) gewann 1967 die Formel-1-Weltmeisterschaft mit Brabham. Er fuhr zwischen 1965 und 1974 für die Teams von Brabham und McLaren. Insgesamt siegte er bei acht Grand Prix und sicherte sich ein Mal die Pole Positions bei 112 Starts. Im Jahr 1966 wurde er beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans zweiter. Hulme starb im Oktober 1992 beim 1000-Meilen-Rennen von Bathurst an einem Herzinfarkt im Rennwagen.

Jochen RINDT | geb. 18.04.1942 in Mainz (GER); ges. 05.09.1970 in Monza (ITA)

Jochen Rindt (AUT/28) fuhr zwischen 1964 und 1970 für die Teams Rob Walker Racing, Cooper, Brabham und Lotus in der Formel 1. Insgesamt gewann er sechs Grand Prix und sicherte sich 10 Pole Positions bei 60 Starts. Im Jahr 1970 wurde er Weltmeister, obwohl er drei Rennen vor Saisonende tödlich verunglückte in Monza. Witwe Nina Rindt nahm den Weltmeisterschaftspokal nach dem letzten Rennen entgegen. Auch in der WEC war Rindt erfolgreich als er 1965 das 24-Stunden-Rennen von Le Mans mit einem Ferrari gewann.

Jackie STEWART | geb. 11.06.1939 in Milton (SCO)

Jackie Stewart (SCO) gewann 1969, 1971 und 1973 die Formel-1-Weltmeisterschaft. Er fuhr zwischen 1965 und 1973 für die Teams von BRM, Matra, March und Tyrrell. Bereits in seiner ersten F1-Saison gewann er den ersten Grand Prix, den achten Weltmeisterschaftslauf in Monza. Insgesamt siegte er bei 27 Grand Prix und sicherte sich 17 Pole Positions bei 99 Starts in der Formel 1.

John SURTEES | geb. 11.02.1934 in Surrey (GBR); ges. 10.03.2017 in London (GBR)

John Surtees (GBR/83) gewann 1964 die Formel-1-Weltmeisterschaft. Er fuhr zwischen 1960 und 1972 für die Teams von Lotus, Lola, Ferrari, Cooper, Honda, BRM, McLaren und dem selbst gegründeten Surtees Team. Insgesamt siegte er bei sechs Grand Prix und sicherte sich acht Pole Positions bei 111 Starts in der Formel 1. Surtees ist bis heute der einzige Fahrer in der Geschichte des Motorsports der es geschafft hat die F1-Weltmeisterschaft und die Motorrad-Weltmeisterschaft für sich zu entscheiden. In der Klasse bis 350ccm³ sicherte er sich 1958, 1959, 1960 und in der Klasse bis 500cm³ 1956, 1958, 1959 und 1960 die Weltmeisterschaft. Bemerkenswert auch, dass Surtees im Jahr 1960 in beiden Klassen siegreich war und auch noch in der Formel 1 startete. Nach Atembeschwerden kam Surtees in ein Spital bei London wo er am 10. März 2017 starb.