Rennsport-Lexikon N bis Z

Wissen N

NORISRING
Temporärer Stadtrundkurs bei Nürnberg (GER).
 
NOMEX
Das Material, dass Autorennfahrer vor Feuer schützt. Aus Nomex ist die Unterwäsche, Kapuze, Strümpfe, Overall und Handschuhe. Der Overall hält bei 700 Grad dem Feuer über 10 Sekunden stand.

Wissen O

ONBOARD CAMERA
Eine oder mehrere an dem Rennwagen angebrachte Kameras sorgen für Fernsehbilder aus dem Cockpit, von der Spitze des Frontflügels oder rückblickend auf die Verfolger.
 
OVERALL
Feuerfeste Anzüge für die Fahrer und Mechaniker aus Nomex (siehe unter N).

Wissen P

Abgesperrter Bereich in dem die Rallyeautos kurz vor und nach der Rallye sowie zwischen den Rallytagen geparkt werden. Bei Rundstreckenrennen werden die Fahrzeuge in der Regel nach der Zieldurchfahrt im Parc fermé abgestellt. Den Parc fermé dürfen nur die Fahrer und die Offiziellen zu bestimmten Zeiten betreten. Es darf nicht an den Fahrzeugen gearbeitet werden.
 
PACECAR
Bezeichnung für den Führungswagen, den die Rennleitung einsetzt, wenn die Rennstrecke nicht frei und ohne Gefahren befahrbar ist. Ein solcher Fall kann nach einem Unfall, oder auch bei plötzlich auftretendem starkem Regen eintreten. Der Wagen warnt mit gelben Blinklichtern und fährt solange vor dem Rennfeld bis das Rennen wieder freigegeben wird von der Rennleitung (siehe auch unter Gelbphase). Der Begriff Pacecar wird vor allem in den USA gebraucht, ansonsten wird der Ausdruck SafetyCar benutzt.
 
PITSTOP
International verwendeter Begriff für einen Boxenstopp (siehe auch unter Lexikon B).
 
POLE POSITION
Die in der Qualifikationssession beste Zeit steht auf dem ersten Startplatz, der Pole Position.

Wissen Q

QUALIFIKATION
Die Startreihenfolge zu Rennläufen wird im Zeittraining, dem sogenannten Qualifying ermittelt (siehe auch bei Pole Position).

Wissen R

REGENREIFEN
Seit den Anfängen des Rennsports weiss man, dass das Wetter rennentscheidend sein kann. In den Anfangsjahren, als die Rennreifen noch schmal und profiliert waren, war das Aquaplaningproblem noch nicht sehr gross. Mit zunehmender Reifenbreite und Einführung der Slicks wurden die Wagen unkontrollierbar bei nasser Fahrbahn. Dies führte dazu, dass die Reifenhersteller Regenreifen entwickelten mit Profil.
Foto: Regenreifen für Tourenwagen-Autos.
 
RENNABBRUCH
Ob ein Rennen abgebrochen werden muss entscheidet die Rennleitung. Diese weist die Streckenposten an die rote Flagge zu schwenken um somit den Fahrern zu signalisieren entweder in die Box oder zurück in die Startaufstellung zu fahren.
 
RE-START
International verwendeter Begriff für den Neustart nach einem Rennabbruch
 
ROLL-OUT
Die erste Ausfahrt eines neuen Rennwagens wird als Roll-Out bezeichnet. Hierbei kommt es vor, dass der Wagen noch nicht in seinem endgültigen technischen und farblichen Aussehen erscheint.

Wissen S

SAFETY CAR
Das auch Pacecar (siehe unter Lexikon P) genannte Fahrzeug ist der international verwendete Begriff für das Sicherheitsfahrzeug.
 
SCHEITELPUNKT
Der Scheitelpunkt ist im Rennsport jener Punkt einer Kurve an dem die Ideallinie den Kurvenradius berührt.
 
SETUP
Aus dem Englischen stammender Sammelbegriff für alle Einstellungsmassnahmen an einem Rennwagen. Diese werden speziell für jede Strecke eingestellt, um ein ideales Handling (siehe auch unter Lexikon H) zu geben.
 
Slick
Profilloser Reifen extra hergestellt für Rennwagen, zu fahren bei trockenen Bedinungen. Foto: Slickreifen auf einem Formel-Rennwagen.
SPEEDLIMITER
Der Speed-Limiter kommt in der Boxenstrasse zum Einsatz und wird per Knopfdruck am Lenkrad ausgelöst. Er drosselt die Geschwindigkeit auf die Höchstgeschwindigkeit für den Boxenbereich bei der Ein- und Ausfahrt.
 
STRECKENPOSTEN / STEWARDS
Die Streckenposten sichern die Rennstrecken gegen aussen ab, zeigen den Fahrern mit den Flaggensignalen Gefahren an, schieben defekte Rennwagen von der Strecke und helfen bei der Rettung verletzter Piloten. Im englischen Sprachgebrauch werden sie auch Stewards genannt.

Wissen T

TELEMETRIE
Mit Hilfe der Telemetrie werden die von Sensoren am Rennwagen gemessene Werte wie Treibstoffverbrauch, Drehzahl, Temperaturen, Kompression, usw. während des Trainings und des Rennens an die Box übermittelt.
 
TURBOLADER
Mit dem Turbolader wird die Luft komprimiert, die dem Verbrennungsraum des Motors zugeführt wird. In den 1980ern erreichten die Techniker so PS-Zahlen von über 1200. Eine Reglementsänderung machte diese Turbolader später unatraktiv.

Wissen U

ÜBERLEBENSZELLE
So wird die Zelle des Rennwagens genannt in der sich der Fahrer befindet. Sie ist gesondert gestaltet und bietet auch bei harten Einschlägen noch ausreichenden Schutz. Im Technischen Reglement ist genau festgelegt wie die Überlebenszelle der jeweiligen Rennautos der entsprechenden Rennserie (WEC, DTM, F1, IndyCar, usw.) gebaut sein muss (siehe auch Cockpit und Kohlefaser).
 
ÜBERROLLBÜGEL
Der Überrollbügel ist überhöht hinter dem Fahrer angebracht und schützt den Kopf des Fahrers bei einem Überschlag
 
ÜBERSTEUERN
Unter Übersteuern versteht man die Neigung eines Rennwagens mit dem Heck in Kurven auszubrechen.
 
UNTERSTEUERN
Untersteuern ist; wenn der Wagen dazu neigt beim Einlenken in eine Kurve über die Vorderräder zu schieben.

Wissen V

V
Bezeichnung für die Anordnung von Zylindern eines Benzin- oder Dieselmotors gegeneinander. Man spricht dann, je nach Anzahl der Zylinder von V8, V10 oder V12 Motoren.
 
VORSTART
Der Vorstart ist der Start in die Einführungsrunde vor dem eigentlichen Start in das Rennen.

Wissen W

WEC
Die World Endurance Championship (WEC), auch die FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft genannt, ist eine Gesamtbenennung für eine Autorennserie mit vier verschiedenen Klassen. Die oberste Klasse ist die LMP1 (Le-Mans-Prototypen) mit Hybridantrieb, dann folgt die LMP2 (Saugmotoren bis 8 Zylinder oder Turbomotor bis 6 Zylinder), die GTE-PRO- und die GTE-Amateur-Klasse (Gran Turismo) mit Saug- oder Turbomotoren. Die 24-Stunden von Le Mans ist das bekannteste Rennen der WEC.
 
WERTUNGSPRÜFUNG
Auch kurz WP genannt, dies ist eine für den Strassenverkehr gesperrte Teilstrecke auf der die Rallyfahrer von A nach B auf Zeit fahren.
 
WHEELSPIN
Dies ist der englische Begriff für das Durchdrehen der Hinterräder beim Beschleunigen.
 
WINDKANAL
Der Windkanal ist eine aerodynamische Versuchsanlage in der Aerodynamikspezialisten das Verhalten des Luftstroms simulieren, um auf diese Art und Weise die Aerodynamik der Rennwagen zu verbessern.
 

Wissen Z

ZEITKARTE
Kontrollkarte in die die gestempelten Zeiten an allen Zeitkontrollen eingetragen werden bei Rallys. Der Verlust einer Zeitkarte wird mit Wertungsausschluss bestraft.
 
ZEITKONTROLLE
Ist die Kontrollstelle die alle Rallyfahrer zu einer bestimmen, vorher festgelegten Zeit durchfahren müssen. Der Beifahrer legt die Zeitkarte vor und lässt die gestempelte Zeit bestätigen. Zeitkontrollen sind in der Regel nach den Wertungsprüfungen sowie vor und nach jedem Servicepark.